Anmeldung für die Tagung: bis 01. 03.2026
Einreichung der Abstracts: bis 30. 04.2026
Tirana als Tagungsort – Universität Tirana und die Fakultät für Fremdsprachen
Tirana, die Hauptstadt Albaniens, ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Die Stadt liegt etwa 27 Kilometer von der Adriaküste entfernt in einer fruchtbaren Ebene und wurde im frühen 17. Jahrhundert gegründet. Seit ihrer Ernennung zur Hauptstadt im Jahr 1920 hat sich Tirana zu einer dynamischen Metropole entwickelt, die heute Tradition und Moderne auf besondere Weise verbindet.
Das heutige Stadtbild ist durch verschiedene historische Epochen geprägt: osmanische, italienische und sozialistische Einflüsse spiegeln sich in der Architektur ebenso wider wie moderne urbane Entwicklungen. Tirana gilt als wichtiges kulturelles Zentrum Albaniens mit zahlreichen Museen, Theatern und kulturellen Institutionen sowie einer lebendigen Kunst- und Kulturszene. Gerade diese Vielfalt macht die Stadt zu einem Ort des kulturellen Austauschs und des gelebten Dialogs zwischen unterschiedlichen historischen und gesellschaftlichen Perspektiven.
Im Herzen der Stadt, in unmittelbarer Nähe des zentralen Skanderbeg-Platzes, befindet sich die Universität Tirana (Universiteti i Tiranës), die größte und bedeutendste Hochschule des Landes. Sie wurde 1957 gegründet und entstand aus der Zusammenführung mehrerer bereits bestehender Institute. Die Universität zählt heute mehrere zehntausend Studierende und bietet ein breites Spektrum an Studienprogrammen in den Geistes-, Sozial-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften.
Die Universität Tirana spielt eine zentrale Rolle im akademischen und gesellschaftlichen Leben Albaniens. Sie ist nicht nur die älteste, sondern auch die führende akademische Einrichtung des Landes und pflegt zahlreiche internationale Kooperationen. Ihre Studienprogramme sind nach dem Bologna-System organisiert und umfassen Bachelor-, Master- und Promotionsstudiengänge. Als akademischer Raum fördert sie aktiv wissenschaftlichen Dialog sowie interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit.
Ein wichtiger Bestandteil der Universität ist die Fakultät für Fremdsprachen (Fakulteti i Gjuhëve të Huaja), die eine bedeutende Rolle in der sprachlichen und interkulturellen Ausbildung einnimmt. Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1947 zurück, als zunächst eine Abteilung für Russisch eingerichtet wurde. Die Fakultät entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte kontinuierlich weiter und wurde 1991 in ihrer heutigen Form gegründet. Heute umfasst sie mehrere Fachbereiche, darunter Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch sowie slawische und Balkansprachen. Die Fakultät bietet Studienprogramme auf allen Ebenen an und zeichnet sich durch ein breites internationales Profil aus. Ein zentrales Anliegen ist die Förderung von Mehrsprachigkeit, interkultureller Kompetenz und akademischem Austausch. Damit ist sie ein besonders geeigneter Ort für die Auseinandersetzung mit Fragen der Dialogizität in Sprache, Literatur und Kultur.
Mit ihrem starken Fokus auf sprachliche und kulturelle Vermittlungsprozesse bietet die Fakultät für Fremdsprachen ideale Voraussetzungen für eine internationale Konferenz zum Thema „Dialog und Dialogizität“. Sie fungiert als Brücke zwischen verschiedenen Sprach- und Kulturräumen und schafft einen Raum für wissenschaftlichen Austausch, in dem Dialog nicht nur Gegenstand der Forschung ist, sondern auch aktiv gelebt wird.
Die Kombination aus einer lebendigen Hauptstadt, einer traditionsreichen Universität und einer international ausgerichteten Fakultät macht Tirana zu einem besonders attraktiven Austragungsort für die SOEGV-Konferenz.
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